Die letzten Monate habe ich mich mal wieder intensiv mit dem Webserver als solchen beschäftigt (und auch wieder einige Modifikationen am eigenem gemacht) und dabei wieder einiges an Erfahrungen sammeln können.
Danke an dieser Stelle auch an den Admin von secu.in, der mir hier einige gute Tipps geben konnte.
Jetzt sollte ich hier auch ein kleines Resumee geben, Apache oder lighttpd, Hosteurope oder Netcup … oder doch lieber Proplay?
Gestern habe ich via twitter übereifrig geschrieben, dass der popelige Proplay Vserver (lighttpd) mit 386 MB Ram meinen Hosteurope VServer (Apache2) mit 2000 MB locker in die Tasche steckt.
Das stimmt so nicht, da hier nicht die selben Bedingungen herrschten.
Nach weiteren Tests kam ich zu folgender Erkenntnis:
Der große Vorteil von lighttpd ist der geringe Ram Verbrauch, im Zusammenspiel mit einer Anwendung die SQL Abfragen, PHP Code etc. beinhaltet, sind beide Webserver sehr CPU lastig – unter hoher CPU Last neigt jedoch der Apache eher dazu aus zusteigen.
In Stresssituationen, DDOS etc. hat der lighttpd bessere Karten.
Das Modifizieren der Server ist in beiden Fällen Handarbeit da der Apache / lighttpd den Ram Ressourcen angepasst werden muss.
Sollte hoos Area zukünftig ein wenig laggen – “it’s not a bug, it’s a feature” -> siehe iptables Test
Hier werden Pro IP max 12 Verbindungen / Sekunde gestattet.
Weiter geht’s zu den Server Empfehlungen.
Hosteurope VServer:
Pro: Sauber eingerichtete Server mit freien Konfigurationsmöglichkeiten.
Sollten einmal die Resourcen nicht ausreichen, kann man kostenlos upgraden.
Contra: Keine IRC Dienste zugelassen, CPU Leistung könnte besser sein.
Netcup:
Pro: Günstige Vserver, ordentliche CPU Leistung
Contra: Leider lässt sich iptables im Vserver Bereich nicht konfigurieren, deswegen meiner Meinung nach ein no go wenn man Webseiten hosten möchte.
Proplay:
Pro: Sehr günstige VServer, schon im günstigsten Angebot recht Ordentliche CPU.
Contra: Die zur Verfügung stehenden Image (Ubuntu, Debian…) sind leider recht zerhauen und müssen zuerst “geflickt werden.
Um einen groben Anhaltspunkt zu bekommen, wie Leistungsstark die einzelnen VServer Angebote sind, habe ich ein kleines Perlscript geschrieben, dass einen einfache Zählschleife bis 1 Milliarde macht und dann die verbrauchte Zeit ausspuckt.



Hosteurope, Netcup, Proplay http://goo.gl/fb/6FXCW
Danke für den Test.
Hätte mich auch über einen Vergleichstest von united-hoster.com gefreut, aber man kann nicht alles haben
Ist natürlich sehr sehr fragwürdig, wie aussagekräftig ein solcher “Benchmark” ist.
PS: Ist zwar nur ein kleines Script, aber trotzdem:
http://wiki.perl-community.de/Wissensbasis/UseStrict
jaja die Kinder und ihre Vserver da braucht man sich ja auch nicht wundern und rumflicken wenn man quasi Mist hat Echte Roots stört sowas weniger 8GB ram und der Apache fliest quasi. ich mein ist wie bei einem pentium 2 laptop da nehm ich auch puppy Linux statt Ubuntu weil das eben mit scheiß HW zurecht kommt. zusammengefasst: scheiß hardware = lightpd gute Hardware = Apache – xd schon hart wie der secu.in typ die Leute nervt und ihnen den Müll aufzwingt direkt schon wieder lustig mit anzusehen – aber der da Oben hat uns ja Meinung gegeben und so soll jeder diese haben und selbst entscheiden was für ihn am Besten ist – lightpd ist halt mit viel Anpassungs Aufwand verbunden und der Ram der gespart wird ist prozentual sehr gering habe das selber schon auf einem 8GB Root testen können bei so nem schmächtigen vserver allerdings machen halt 8% schon was aus denn das ist vergleichbar viel Ram
hoohead: Für einen einfachen Blog mit durchschnittlich 400 Besucher am Tag einen Root zu mieten sehe ich jetzt als übertrieben an, zudem ist es hoch spannend so geringe Ressourcen zu modifizieren, da lernt man einiges
mein VServer von EUServ ist IpTables fähig und ich kann die proc module bearbeiten. Kostet mich 0 € und ist bei einer anständigen Konfiguration locker für einen Blog wie diesen geeignet.
@Fuchsian, zu diesem Anlass zitiere ich Nietzsche:
Der unangenehme Charakter,
welcher voller Mißtrauen ist,
alles glückliche Gelingen der Mitbewerbenden und Nächsten mit Neid fühlt,
gegen abweichenden Meinungen gewalttätig und aufbrausend ist,
zeigt,
daß er einer früheren Stufe der Kultur zugehört,
also ein Überbleibsel ist: denn die Art,
in welcher er mit den Menschen verkehrt,
war die rechte und zutreffende für die Zustände eines Faustrecht-Zeitalters;
es ist ein zurückgebliebener Mensch.
Ich habe fertig!
Nietzsche ist ein feiner Kerl

Und wir wollen ja nicht uns bekriegen.
Du weißt ja…Krieg…Opium fürs Volk
Ich habe auch fertig!
Danke Hoo für den Test, auch wenn man dadurch meiner Meinung nach wirklich nur die Leistung der Hardware testen kann. Aber alein dadurch kann man schon Preis/Leistung einstufen und da finde ich hat der ProPlay minimal die Nase vorne.
Und mal erhlich, wer will schon das alles ohne eigene Handarbeit reibungslos läuft? Da fehlt doch wieder der Nerdfaktor wie du schon so schön sagtest
MfG
Kira
@ secu.in ich würde mich ja gerne mit dir intellektuell duilieren – leider bist du unbewaffnet
@secu.in, Fuchsian
Meiner ist länger.
ich habe aber die Erfahrung gemacht das Tetrapacks nur kleine Rörchen haben aber egal
Ich hab meinen Homeserver auch auf 1.0GHz heruntergetaktet einfach weil ich mehr Leistung nicht brauche und so Strom spare.
Derzeit sind 2.5GB RAM drinne aber ich brauche nur rund 200MB, bei einem vServer würden mir wohl auch 386MB genügen. Wenn eben mal mehr gebraucht werden würde, gibt es ja immer noch die SWAP-Partition.
Also 8GB sind mMn einfach überflüssig.
@Thewious bei hosteurope – würde ich sofort wieder nehmen. Hatte mal vor einiger Zeit nen Beitrag: http://is.gd/fXjTs