so lautet die Überschrift eines Artikels aus der aktuellen Chip (10/2010) der mich heute Morgen so richtig zum schmunzeln brachte.

Die Chip ist eine gute Zeitschrift, keine Frage – aber manchmal hauen die wirklich einige Brüller raus.

Der Aufreißer: Die Attacke dauert nur Sekunden. Dann haben Hacker Ihr privates Funknetz trotz WPA2 geknackt. Chip erklärt, wie die fiese Mache funktioniert – und wie sie sich schützen.

Das positive an dem Artikel, er ist klasse geschrieben und ein Laie hat danach wahrscheinlich das Gefühl nun wieder einige Hackertricks zu kennen und sich nun auch erfolgreich dagegen schützen können.

Warum das nicht so ist, werde ich hier erklären.

In der Chip wird der “Hack” so erklärt.

Der Böse Hacker registriert sich eine Domain (Server mit eigener IP).

Nun surft das Opfer auf die Website, die nun die Online IP des Opfers speichert – dann die Anfrage an eine Subdomain umleitet.

Bei der erneuten Anfrage (an die Subdomain) antwortet der Server mit seiner eigentlich IP, blockiert aber den Port 80, gleichzeitig sendet er im Response auch die Opfer Public IP mit, so dass der Browser nun versucht auf sich selbst quasi zu connecten – in Wirklichkeit aber auf der Opferseite bleibt.

Über Javascript würden dann die Grundlegenden Routereinstellungen manipuliert werden … und der Tipp der Chip, das Routerpasswort ändern.

Wer testen möchte ob sein Router eine Schwachstelle hat, soll auf http://browsercheck.ath.cx gehen, seine IP auslesen und nachschauen ob er auf seine IP zum Router connecten kann.

Schon beeindruckend, wie schnell Hacker ihren DNS Rekord ändern können, aber analysieren wir mal was die Hacker auf der “Hackermesse” Blackhat wahrscheinlich gemacht haben.

Vermutlich wurde die Opfer IP per PHP ausgelesen, ein Ajax Request generiert in den auch gleich ein Authorization: Basic (bei htaccess Logins) mit eingepackt und dann eine Art XSRF Angriff ausgeführt (wie ich ihn neulich am Linksys demonstriert habe).

Das manche Router trotz deaktivierter Remote Verwaltung sich aus dem Lan heraus über die Online IP ansprechen lassen, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders, aber bei einem XSRF Angriff haben wir ja auch die Möglichkeit auf die Lan IP des Routers zu gehen, was meiner Meinung nach den ganzen Angriff etwas schwachsinnig macht.

Wer das ganze etwas dynamischer machen möchte, könnte zum Bsp. auf das Browser Exploition Framework BeEF zurück greifen.

Die Empfehlung sein Standard Routerpasswort zu ändern ist sicherlich zu unterstreichen, des weiteren sollte berücksichtigt werden, sich nach Arbeiten im Router immer auszuloggen, bzw. einmal den Browser schließen (htaccess Logins) … oder seine cookies zu löschen – je nach Login Variante … und ganz wichtig, niemals gleichzeitig surfen + Routerarbeiten durchführen.

Mit Angriffe auf WPA2 Netze hat der Chip Artikel allerdings herzlich wenig zu tun.

Anm. Den Link der Chip zum IP auslesen, habe ich mal durch mein eigenes Projekt ersetzt.



September 6, 2010 at 12:28 pm by hoohead
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