Für ein berufliches Projekt suchte ich eine Möglichkeit, im fremden VLan hinter einem ASA VPN Tunnel “Netzwerktests” zu machen.
Da der Standort mehrere Hundert Kilometer weit entfernt sitzt, kann man leider nicht “mal eben ins Nachbargebäude” gehen, um den Laptop anzuschließen.
Ich würde hier gerne netzwerktechnisch mehr ins Detail gehen, geht natürlich nicht, da interne Netzwerkbesonderheiten nicht mal eben veröffentlicht werden dürfen.
Eine Virtualisierung kam für mich nicht in Frage, da noch einige Besonderheiten über die AD geregelt werden.
Da ich vor einiger Zeit schon mit dem Raspberry Pi experimentierte, war dies die optimale Lösung.
Die Hardware ist super günstig, im Stromverbrauch unschlagbar und Dank verfügbaren Debian Image auch voll auf meine Bedürfnisse zugeschnitten.
Während meine damalige Version nur mit 256 MB Ram auskam, wurden dem neuen PI ganze 512 MB gesponsert.
Mit der ersten Version, war die Ersteinrichtung noch eine recht spannende Sache, schon das Formatieren der Karte und das Einspielen des Image war nicht ganz einfach.
Das damalig zugeschnittene Debian war zudem recht verbaut und musste erst noch konfiguriert/eingerichtet werden.
Für einen versierten Linuxianer mit Sicherheit kein Problem, für den normalen Endanwender ohne Systemhintergrundwissen nicht machbar.
Ich war angenehm überrascht, wie einfach das nun zu bewerkstelligen ist.
Über den Win32DiskImager einfach das heruntergeladene Raspbian wheezy auswählen und auf die SD Karte legen.
Kein nachträgliches Partitionieren der Karte, wird alles funktionstüchtig “installiert”.
Bei der Ersteinrichtung haben die Raspbian Entwickler auch einige Neuerungen eingebaut.
So wird man schön über die nötigen Einstellungen geleitet und kann sich sein System seinen Bedürfnissen anpassen.
(Auto StartX, Zuweisung des GPU Speichers, Locales/Spracheinstellung, Tastatur, sogar ein SSH-Server wird gleich mit angeboten).
Die Einrichtung geht wirklich von selbst, auch wenn ein ganz klein wenig der Nerdfaktor dabei verloren geht.
Für meine Arbeiten habe ich mir folgende Programme aus den Backpoorts gezogen und auf Funktionalität getestet: (NMAP, etherwake, php, php-cli, Apache …).
Demnächst darf ich in die Außenstelle fahren und den PI anschließen.
Die Kosten inklusive 16 GB Speicherkarte belaufen sich auf 63,63 €

Meine Einkaufsliste:
Raspberry Pi

Passendes Netzteil

Gehäuse (passt perfekt)

16 GB SD Card (auch wenn im Netz auf irgendeinem Blog steht, dass max Class 6 Karten verwendet werden sollen, die hier läuft einwandfrei und ist natürlich um einiges schneller)

Einzelteile:
Raspberry Pi
Im “Servermode”:
Raspberry Pi
… und mit Desktop:
Raspberry Pi

August 18, 2013 at 3:18 pm by hoohead
Category: Blog
Tags: