who am i – film review

Gestern war ich im Kino, in: „who am i – Kein System ist sicher“.
Gleich vorneweg, wenn Du ins Kino gehen möchtest, dann hör hier jetzt lieber auf zu lesen und schau Dir erst denn Film an.


Der Kinosaal war relativ leer, Hackerfilme und dann noch aus deutscher Produktion scheinen aktuell nicht sehr beliebt zu sein in Deutschland.
Insgesamt waren etwa 30 Personen im Kinosaal, der Platz für etwa 800 gehabt hätte.

who am i – was mir gefallen hat

Gut fand ich, dass die Macher versucht haben einen Einblick aus der „Szene“ auf die Leinwand zu bringen. Einige aus den Netz bekannte Situationen brachten mich echt zum schmunzeln.
Als die Hauptdarsteller in die Tagungsstätte einer rechtsradikalen Partei eingedrungen sind, sagte ich zu meiner Begleitung: „Ah das soll wohl die NPD darstellen, die werden mit Sicherheit gleich gehackt“ … Sie: „Warum mit Sicherheit?“ – ich: „Weil Nazis immer gehackt werden, das hat Tradition“.
Die von den Hackern gegründete Vereinigung clay (Clowns Laughing at you) – erinnerte stark an Gruppierungen wie Lulzsec oder die pwning ponies, die Masken im Anonymous style … da musste ich ganz stark an den US Hacktivisten th3j35t3r denken (findet Ihr auf Twitter) … auch einige thematische Gemeinsamkeiten waren zu erkennen.
Mich würde ja interessieren ob das beabsichtigt war *g.
Der beste Spruch im ganzen Film, als der eine Hacker zu dem anderen Hacker sagte: „Ich bin nur ein Copy Paster, ein Script Kiddy, ich kann nämlich gar nicht programmieren“.
Ein Spruch, den man so leider viel zu selten hört.
Gut aufgegriffen war auch die Thematik des „Hackens der Anerkennung wegen“.
Gut fand ich auch die Umsetzung der Dialoge im „darknet“, Text only ist halt nicht filmtauglich, so konnte zusätzlich etwas Dramatik eingebracht werden.

who am i – was ich anders gemacht hätte

Wenn ich einen Film mit dem Titel „who am i“ erschaffen hätte, würde ich zumindest einmal während des Films whoami in eine Linux Shell eintippen lassen, damit auch technisch weniger Versierte wissen was hinter dem Befehl steht.
Einige logische Fehler waren vorhanden, pedantisch veranlagte Nerds wird das vermutlich stören.
Was mir aufgefallen ist, massenhaft Schleichwerbung. Apple, Acer, Rewe …

Fazit:

Den Film als reinen Hackerfilm zu sehen wäre der falsche Ansatz Spaß bei dem Film zu haben.
Dazu kommt einfach viel zu selten der „Aha“ Effekt. Vielmehr sollte man den Film als das sehen was er ist -> Unterhaltung.
Ich finde, die deutsche Produktion kann sich durchaus mit einigen Hollywood Werken messen, den Film selbst würde ich als Mischung zwischen: „Hackers“, „Takedown“ und „Fight Club“ bezeichnen.
Würde ich mir selbst empfehlen ins Kino zu gehen, wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte?
Auf jeden Fall.

3 Gedanken zu „who am i – film review

  1. h3rx

    Operation schwangeres Pferd! =D selten so gut gelacht.

    Was mir auch noch auffiel: die Szene mit dem Strom lahmlegen, wie bitte kam er danach wieder ins Netz um den Strom wieder einzuschalten? o.O

    USV an der Fritzbox? =)

    Antworten

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