Nebengewerbe lohnt sich nicht

Neulich war ich meine Lohnsteuer für 2012 machen, ich drück mich da jedes Jahr vor, obwohl ich eigentlich immer wieder Geld zurück bekomme.

Jedes Jahr das selbe Spielchen, es kommt Post: „Bitte machen Sie Ihre Lohnsteuer“ – wird ignoriert, dann eine 1. Erinnerung mit Fristsetzung – wird ignoriert, dann eine Androhung von Zwangsgeld … und dann gehe ich zum Finanzamt – am letzten Tag der Frist versteht sich.

Seit 2004 habe ich ein Nebengewerbe angemeldet, wenn man mal einen Computer in der Bekanntschaft repariert und Geld dafür bekommt, muss man diese Einkünfte ja versteuern.

Später kamen die Werbeeinnahmen dazu, eine Zeit lang schrieb ich schwarze Zahlen, aber Dank gutem Erstjob macht man privat immer weniger und plötzlich hat man mehr Ausgaben als Einnahmen.

Wen es interessiert: Aufgrund der Auszahlungsgrenzen hatte ich 2012 keine Einnahmen (mein Blog war ja sogut wie werbefrei), Ausgaben hatte ich ~220 € (Serverkosten und Domains).

So etwas sehen die Herren vom Finanzamt nicht gern, so hat man mir dieses Jahr bösartig, mutwillig und skrupellos unterstellt: „Ihr Nebengewerbe ist Liebhaberei“.

Liebhaberei? Ein Blog? Die haben doch den Arsch offen, wissen die nicht wieviel Arbeit dahinter steckt? Das ist ein ernstes Business, ein stetiger Kampf, gegen Bots, Spammer, Scripte und …. OK sie haben ja Recht *g.

Das Nebengewerbe lohnt sich nicht – zumindest nicht in der jetzigen Form, das Gewerbe abmelden möchte ich jedoch auch nicht, ich genieße die Freiheit, jederzeit einen PC in der Bekanntschaft reparieren zu dürfen und eine evtl. Vergütung völlig legal einzuschieben.

Ich habe mich deshalb entschlossen, wieder etwas mehr Werbung einzusetzen und auch neue Projekte hochzuziehen, die mir schon länger im Kopf herum schwirren.

Besonderen Dank an dieser Stelle auch an Fanaticz, der Typ hats einfach drauf und hat mir wieder einige wertvolle technische Tipps gegeben.

Ein Projekt, bei dem ich noch nicht weiß in welche Richtung es sich entwickelt, ist der TOEFL Test Stuttgart, mal sehen was aus dem Projekt noch wird (ich sehe das aber nicht so ernst).

Ein anderen Projekt werde ich hier die Tage noch gesondert vorstellen, da steckt Herzblut drin – auf beiden Projekten wird der alte Freund Google Ads zum Einsatz kommen, vielleicht kann ich dann den Satz: „Nebengewerbe lohnt sich nicht“ wieder streichen.

 

2 Gedanken zu „Nebengewerbe lohnt sich nicht

  1. wemaflo

    Ich überlege nun seit längerem, auch ein Gewerbe anzumelden und mir so mehr Möglichkeiten zu schaffen. Infrastruktur ist da, bisher siegte die Bequemlichkeit. Welche Tätigkeit hast du angemeldet?

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  2. hoohead Beitragsautor

    PC Hilfe und Webdesign. Habe das recht allgemein gehalten, so dass ich bei Bedarf alles abrechnen kann.
    Der Gewerbeschein kostet etwas unter 30 €, Vorsteuer muss man keine keine zahlen, man hat bei diesem „kleinem Gewerbeschein“ auch keine UmsatzsteuerID, die man angeben muss.

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