Netcup Servertest

Nach langer Zeit, habe ich mal wieder Netcup getestet, vor etlichen Jahren waren meine Erfahrungen leider nicht so dolle, aber man muss den Unternehmen ja auch die Chance geben sich zu entwickeln.

Netcup bietet ja hin und wieder Sonderangebote an, die sie so auch auf Ihrer Seite verlinken. Wer ein Angebot verpasst hat Pech gehabt … oder auch nicht.
Abgelaufene „Aktionen“ werden auf der Seite einfach „nicht mehr verlinkt“, die entsprechenden günstigen Angebotsseiten existieren aber noch und so dachte ich mir, mal schauen was passiert, wenn ich mir so ein abgelaufenes Angebot bestelle.
Wie man diese quasi nicht mehr existierenden Seiten findet müsst Ihr selbst herausfinden 😛 .

Ich habe mir vor wenigen Tagen folgendes Angebot bestellt:

Netcup Angebot

Netcup Angebot

Da man bei einer Laufzeit von 12 Monaten nur 4,99 € für den „Rootserver“ bezahlt, wählte ich die etwas längere aber dafür günstigere Variante, welche ich auch so bekommen habe.
Technisch: Laut Angebot sind es 2 dedizierte Kerne auf einem „Intel Xeon E5, diese Info habe ich mittels cpu-g überprüft und kam zu dem selben Ergebnis, zumindest was die Bezeichnung angeht.
Dank 240 GB Festplatte, kann man mit dem System auch bisschen was machen, die 100 MBit Anbindung sollte auch für die kleineren Spielereien reichen.

Jetzt kommt der Part der nicht so positiv ausfällt, das hat sich aber Netcup selber zuzuschreiben.
Da es gängige Praxis im Hosting ist, bei bestimmten Übertragunslimits zu drosseln, versuchte ich herauszufinden, wo diese Limits sind und wieweit dann gedrosselt wird.
Einige recht lustige Beiträge findet man im Netcup-Forum.
Da ich diesen Testbeitrag schreiben wollte, dachte ich mir frag mal beim Support nach, wie das jetzt mit der Drosselung genau ist, die Antwort:

„Ihr Server ist mit 100 MBit/s angebunden. Wird über einen Zeitraum von über 15 Minuten durchschnittlich mehr als 80 MBit/s belegt, kann die Anbindung reduziert werden“

Aussagen wie in der Politik. Interessiert hätte mich eine verbindliche Aussage, auf welche Bandbreite hin reduziert wird und wie lange die Drosselung greift.
Also nochmal recherchiert und dann einen Punkt gefunden, der „verbindlich“ scheint.
Bei Rootservern wird nach 60 Minuten >80 MBit/s Last auf 10 MBit/s gedrosselt, bei VServern nach 15 Minuten auf einen nicht näher beschriebenen Wert.

Da man bei mir trotz Root-Server bereits nach 15 Minuten drosseln möchte, was sicher ein Versehen ist, nochmal den Support anschreiben … nebenbei bemerkt, ich werde den Server nicht produktiv einsetzen sondern eher für Spielereien … die Drossel ist mir persönlich somit relativ egal.

Meine Fragen: Habe ich einen Root-Server oder doch einen VServer (laut Netcup) und wie sieht die Drosselung denn bei den VServer aus – wohin wird gedrosselt etc..
Die Antwort, wieder genau so lustig:

„Die meisten unserer Server sind vServer…Es gelten grundsätzlich unsere AGBs. Diese gelten für alle Produkte. Spezifische Angaben sind jeweils beim Produkt auf der Website hinterlegt und selbstverständlich gültig.“

Mir ist schon klar, dass man bei 4,99 € pro Monat, für einen Rootserver, die Ressourcen entsprechend überbelegt, bestimmte Airlines machen das ja auch recht erfolgreich, mit ähnlich lustigen Ergebnissen.
Ich hätte mir von Netcup nur die Eier gewünscht, dass die sich hinstellen und sagen: „Bei dem Preis knallen wir die Server voll und wenn es dadurch zu Engpässen kommt, reduzieren wir Dich halt, wir können und wollen Dir keine genauen Informationen liefern.
Auch steht noch die Aussage aus, ob Netcup der Meinung ist, dass das Sonderangebot „Rootserver RS 500 SAS G7SEa“ unter den Netcup-Spielregeln als VServer läuft (15 Minuten statt 60 Minuten Limit vor Drosselung und echte dedizierte Kerne).

Versuche selbst direkt auf der Netzwerkkarte auf 79 MBit zu drosseln haben übrigens nicht funktioniert, KVM sei Dank (wondershaper, Traffic-Shaping (TC)), eine Bandbreitendrosselung via Apache (mod_ratelimit) funktioniert hingegen, dadurch lässt sich dann aber immer nur die einzelne Verbindung zum Client beschränken.

Resümee: Für meine Bedürfnisse, eine Spielekiste im Netz zum Dinge machen, reicht das Angebot und ich würde wieder zuschlagen.
Zum professionellen Hosting sind mir die Aussagen zu wischi-waschi, weshalb ich lieber ein paar Euro mehr investieren würde und einen anderen Anbieter nehmen.
Aktuell ist im professionellen Hosting Hosteurope immer noch meine erste Wahl, die sind zwar paar Euronen teurer, dafür passt das Gesamtpaket.

3 Gedanken zu „Netcup Servertest

  1. Florian Mai

    Hallo hoo,
    das ist quasi so ein halb virtueller Server? Wird ja bei Netcup als Root geführt.
    Ich nutze bisher immer Restposten von IP-Projects bzw. für kleinere Anforderungen die KS Reihe von OVH. Allerdings gibt’s da keine vergessenen Sonderangebote auf nicht mehr verlinkten Seiten 😀

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  2. hoohead Beitragsautor

    Der Unterschied zwischen Netcup-VServern und Netcup-Rootservern ist der, dass man bei den Rootservern dedizierte CPU Kerne bekommt, also echte Kerne, die dann auch nur Dir gehören. Bei den VServern bekommst Du nur „virtuelle Kerne“, die Du Dir mit anderen teilen musst. OVH habe ich auch bereits kurz angetestet, konnte damals nichts negatives feststellen.

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    1. Fuexline

      nicht ganz die kerne sind schon komplett dir der Unterschied vom Root zum V liegt darin das die Kisten haben mit 64 Cores 128 GB Ram und dir eben darauf ein Stückchen geben dann hast du halt 8 Cores 16GB Ram z.B das kostet dann aber auch gut was im Monat

      Ich konnte es testen zumindest mein Vserver bzw Vroot stellt mir volle 8 Cores zur Verfügung bzw etwas wird doch gecheatet denn die CPUs haben HT somit wird aus einem echten Core 2 halbe Cores die dann als zwei Cores erscheinen. somit kann man 4 Cores als 8 verramschen das ist bei den kleineren Vservern dann insofern problematisch als das man quasi 1 core als 2 verkauft bekommt so werden dann aus einem 3 Ghz Core 2 1,44 Ghz Cores

      Wenn jetzt die Ryzen CPUs Einzug in den halten dann werden die Preise fallen und Vserver auch etwas performanter. letztendlich kochen auch alle anderen nur mit heißem Wasser.

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